EnEV 2014, Nachrüstung im Bestand

Die EnEV2009 sieht in §10 vor, “dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 Watt/(m²·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend gedämmt ist. Auf begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume ist Absatz 3 nach dem 31. Dezember 2011 entsprechend anzuwenden.“
Dieser Begriff „bisher ungedämmt“ hat zur Folge, dass die Auslegung der Projektgruppe EnEV im Rahmen der EnEV 2009 auch „irgendwie gedämmte“ Decken von der Pflicht zur Nachrüstung einer Dämmung ausnahm.
Die am 1. Mai 2014 in Kraft getretene EnEV2014 schließt diese Lücke, präzisiert die Anforderungen und führt als Kriterium für die Nachrüstung einer Dämmung die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 ein. Ist dieser nicht erfüllt, so besteht die Verpflichtung zur Dämmung dahingehend, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der obersten Geschossdecke/des Daches 0,24 Watt/(m²K) nicht überschreitet.
Die Verpflichtung zur Nachrüstung der Dämmung besteht in dem Fall zum 31.12.2015, unabhängig davon, ob zuvor schon „irgendwie gedämmt“ war.